Mein Erstes mal

Es schaut zwar nach vielem, langweiligen Text aus, is aber eigentlich doch ganz lustig!

Als ich meinen FĂŒhrerschein bekam, ging ich noch zur Schule und konnte mir deshalb ncoh kein eigenes Auto leisten. Da meine Eltern zwei Autos hatten, konnte ich meistens eines der beiden Vehikel haben. An diesem Tag waren wir (eine Freundin und ein Kumpel)auf einer Schulparty. Da ich damals der einzige mit einem Auto (mein Vater hat mir den 524-iger BMW Turbodiesel gegeben)  war, fuhr ich die zwei heim. Da Julia mit Ihrem Fahrrad zur Party kam, haben wir dieses kurzer Hand aufs Dach geschnallt. Da mein Vater gerne mal ‘ne Radtour machte, war der DachstĂ€nder mit Fahrradhalter eh auf dem Dach montiert. Allerdings hatte mein Vater außer dem Radl’n noch ein anderes Hobby: Waffen. NatĂŒrlich nur legale Sachen wie schöne Messer sammeln oder auch z.B.: seine Armbrust. Aber dazu spĂ€ter mehr.

Wir fuhren also (voll bepackt) durch MĂŒnchen (den Stadtteil Perlach) und machten irgendwie die Polizei auf uns aufmerksam. Vielleicht war’s das Bike auf dem Dach, eventuell aber auch der Sprint zwischen den zwei Ampeln, den man mit Vollgas nehmen muß um noch gerade so bei grĂŒn drĂŒber zu rutschen. Na ja, egal. Auf jeden Fall kam auf meiner Seite ein Lutscher aus dem Auto neben mir zum Fenster raus und nötigte mich zum Anhalten.

Nach kurzem Smalltalk (Fahrzeugkontrolle, woher man kommt,...) wollten Sie dann nun endlich den Verbandskasten sehen: Ich also raus aus dem Auto und hab’ den Kofferraum geöffnet. Da lag nun so ziemlich viel Zeug drin, in dem ich mich mal so langsam zum Boden des Kofferraums durchgewĂŒhlt habe.

Auf einmal machen die zwei Polizisten ‘nen Satz nach hinten, und schreien mich an: Weg vom Auto!!!! Ich na klar gleich ‘nen Satz zur Seite gemacht (ich wußte ja nicht was los war, es hĂ€tte ja alles mögliche sein können, wie z.B.: ein Auto das uns nicht geseh’n hat und auf uns zu rast!!!) und blieb geschockt stehen als ich sah, das beide “GrĂŒnen” Ihre Dienstwaffe gezogen hatten!!!!

Dabei kam nur irgendwie ein „kleines Messer“ (so ca.35cm lang) zum Vorschein und ich wurde Gleich als Schwerverbrecher „enttarnt“. Nun ja, mit viel Überredungskunst konnte ich den beiden netten Herren einreden, dass wir dieses Messer nur zum Kuchenschneiden (Julia hatte ‚nen selbstgebackenen Kuchen dabei, und die Form davon lag Gott sei Dank im Kofferraum) gebraucht hatten. Nach etwa fĂŒnf Minuten hin und her (und nachdem das Messer vorsichtshalber in Polizeigewahrsam genommen wurde), durfte ich nun endlich weiter nach dem Verbandskasten im Kofferraum suchen.

Jedoch schon gleich wiederholte sich selbiges Spiel: dieses mal hatten Sie allerdings Ihre Waffen gleich auf mich gerichtet!!! Ich hatte es irgendwie geschafft die Armbrust von meinem Vater freizuschaufeln! :-) Jetzt erklĂ€r mal der Polizei, was Du mit ner Armbrust auf  ner Schulparty suchst!!! Einer der Polizisten hat gleich gesagt, das er es mir nicht abkaufen wird, dass wir den Kuchen in gleich große Teile schießen wollten. Nach ein paar Minuten hat sich die ganze Aufregung dann gelegt, und ich durfte nach etwa 40 Minuten doch noch meine Zwei Beifahrer nach Hause bringen!

Das einzig wirklich sau blöde an der ganzen Geschichte ist: Der Verbandskasten war gar nicht im Kofferraum, sondern auf der Hutablage im Innenraum! :-)